Für eine Zukunft in Frieden unter Wahrung der Menschenrechte
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Bewusstseinsregion
Projekt "Soziale Innovation Mühlviertel"
In der aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklung beschäftigen uns folgende Themenbereiche:
Soziale und kulturelle Bildung fördern / Gesellschaftliches Miteinander von Jung und Alt / Menschen in ihren Fähigkeiten und Potentialen befähigten und stärken / Sprache und das Miteinander fördern / Menschenrechte nachhaltig verankern / Gedenkarbeit stärken / Kinderarmut bekämpfen
Wir wollen innovative Menschen, Organisationen, Ideen vernetzen.
Im Rahmen der Fördermaßnahme des GAP-Strategieplans Österreich (2023 – 2027): Ländliche Innovationssysteme im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (77-03) wollen wir für gemeinsam wichtige Projekte entwickeln. Für den Zweck der Abwicklung des Projektes wurde die Arbeitsgemeinschaft Soziale Innovation gegründet, die innovative Organisationen, Betriebe und Menschen im Mühlviertel motivieren möchte, gemeinsam Ideen umzusetzen.
Bei einer Onlinebefragung und bei einer Projektwerkstatt wurden Ideen gesammelt, eine Projektskizze entwickelt und im Begleitgremium beschlossen. Daraus haben wir im Rahmen eines Aktionsplanes das Projekt: NEXT GENERATION : CONNECT entwickelt und als ländliches Innovationsnetzwerk eingereicht. Im Falle der Genehmigung freuen wir uns gemeinsam mit und für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 18 Jahren innovative Angebote und Projekte im Mühlviertel entwickeln zu können.
Stand: Jänner 2026
Partner
Aktivitäten
Kurzbericht: Aktivität A1
Activity A1_ Training to test the educational materials I_ Włodawa/Poland 11th to 15th October 2023
Project: Zwangsarbeit: Entwicklung Wanderausstellung und pädagogische Materialien für Schulen / KA220 / 2021-1-AT01-KA220-SCH-000034450
Aktivität A1 fand vom 11. bis 15. Oktober 2023 in Włodawa, Polen, statt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mehr über die Geschichte des Nationalsozialismus, des Holocausts und der Zwangsarbeit in Polen zu erfahren. Die Beziehung zur polnischen Partnerregion wurde gestärkt. Das Programm für die Teilnehmer umfasste eine Gedenkfeier in Sobibor, Besuche des neuen Museums in Sobibor und des Synagogenmuseums in Włodawa, eine Konferenz über die NS-Geschichte der Region und ein Klezmer-Konzert.
A1 war das erste physische Treffen vor Ort in Polen. Die polnischen Beiträge zur Ausstellung konnten erprobt werden. Der Inhalt der polnischen Materialien war bereits klar: der Schwerpunkt lag auf der Zwangsarbeit im Vernichtungslager Sobibór und den zahlreichen Durchgangslagern. Die Weiterbildung wurde an den Schwerpunkt angepasst, sodass die Ausstellung zur Zwangsarbeit in Sobibór von den Teilnehmern zusammen mit Lehrern und Schülern der örtlichen Schulen besucht wurde.
Brief report: Activity A1
Activity A1_ Training to test the educational materials I_ Włodawa/Poland 11th to 15th October 2023
Project: Zwangsarbeit: Entwicklung Wanderausstellung und pädagogische Materialien für Schulen / KA220 / 2021-1-AT01-KA220-SCH-000034450
Activity A1 took place from 11 to 15 October 2023 in Włodawa, Poland. The participants were able to learn more about the history of National Socialism, the Holocaust and forced labour in Poland. The relationship with the Polish partner region was strengthened.
The program for the participants included a memorial ceremony in Sobibor, visits to the new museum in Sobibor and the synagogue museum in Włodawa, a conference on the Nazi history of the region and a klezmer concert.
A1 was the first physical meeting on site in Poland. The Polish contributions to the exhibition could be trialled. The content of the Polish materials was already clear: the focus was on forced labour in the Sobibór extermination camp and the numerous transit camps. The further training was adapted to the focus, so the exhibition on forced labour in Sobibór was visited by the participants together with teachers and pupils from the local schools.
Kurzbericht: Aktivität A2
Projekt: Zwangsarbeit: Entwicklung einer Wanderausstellung und pädagogischer Materialien / KA220 / 2021-1-AT01-KA220-SCH-000034450
A2 Projekt-Meeting: Wanderausstellung: Fixierung der Ausstellung
Vom 19. bis 22. November 2023 traf sich das internationale Projektteam, um den Inhalt der Ausstellungstafeln festzulegen. Die Ausstellung wird im Jahr 2024 fertiggestellt und für die Jugendbildung bereit sein.
Bei dem Treffen auf A2 konnten sich die Vertreter aller Projektpartnerländer zum ersten Mal persönlich treffen. Das Treffen ist die direkte Fortsetzung des Treffens im Oktober A1 in Włodawa/Polen: Die 21 Ausstellungstafeln wurden in Text und Bild vorgestellt und diskutiert. Hintergrundrecherchen wurden aufgezeigt und nachvollziehbar gemacht. Nach der Korrektur einzelner Punkte wurde der Inhalt der Ausstellungstafeln weitgehend fertiggestellt. Das Konzept der zeitgenössischen Tafeln wurde überarbeitet. Gleichzeitig wurden die Begleitmaterialien besprochen, da diese meist eine Vertiefung oder weitere Quellen für die Ausstellung darstellen. Es fand ein Austausch über die Unterrichtsmethodik der Begleitmaterialien statt.
Auch der kommende Schüleraustausch im April 2024 und die Multiplikatorenveranstaltungen wurden geplant.
Den Gästen wurde am Ausblicksturm der Ruine Spilberg (Langenstein) ein Überblick über das ehemalige Lagergelände Mauthausen-Gusen vereschafft. Der Ausklang fand am Christkindlmarkt in Linz statt.
Brief report: Activity A2
Activity A2_ Travelling Exhibition: Fixation of the exhibition_St. Georgen/Gusen (Austria) 19.-22. November 2023
Project: Forced labour: development of a touring exhibition and educational materials for schools / KA220 / 2021-1-AT01-KA220-SCH-000034450
A2 Project Meeting: Travelling Exhibition: Fixation of the exhibition
From 19th to 22nd November 2023 the international project team met in order to fixate the content of the exhibiton panels. The exhibition will be completed and ready for youth education in 2024.
At the meeting A2, representatives from all project partner countries were able to meet physically for the first time. The meeting is the direct continuation of the meeting in October A1 in Włodawa/Poland: The 21 exhibition panels were presented and discussed in text and images. Background research was revealed and made comprehensible. After individual points were corrected, the content of the exhibition panels was largely finalised. The concept of the contemporary panels was modified. At the same time, the accompanying materials were discussed, as these mostly represent a deepening or further sources for the exhibition. There was an exchange about the teaching methodology of the accompanying materials.
The upcoming school exchange in April 2024 and the multiplyer events were also planned.
The guests were given an overview of the former Mauthausen-Gusen camp site at the Spilberg ruins (Langenstein). Finally, they visited the Christmas market in Linz together.
Kurzbericht: Aktivität A3
Eine Woche lang trafen sich 37 Jugendliche aus Polen, Italien und Österreich für eine Jugendbegegnung in Linz. Die Aktivität fand im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Zwangsarbeit. Entwicklung einer Wanderausstellung und pädagogischer Begleitmaterialien“ statt. Die Jugendlichen lernten über menschenrechtswidrige Zwangsarbeit als integraler Bestanteil des NS-Regimes, sowie deren lokalgeschichtliche Ausprägungen in Österreich, Polen und Italien. Sie besuchten gemeinsam die Gedenkstätten des NS-Terrors in Hartheim, Mauthausen und Gusen und konnten während eines bunten Rahmenprogrammes internationale Freund:innenschaften schließen.
Erprobung der Materialien
Das Erasmus+ Projekt wird von der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen geleitet und beleuchtet die NS-Zwangsarbeit, die im gesellschaftlichen Gedächtnis noch immer an den Rand gedrängt wird. Die Partnerorganisationen entwickeln eine Wanderausstellung, welche die NS-Zwangsarbeit in Polen, Italien und Österreich sichtbar macht. Deren Inhalte und die pädagogischen Begleitmaterialien wurden bei der Jugendbegegnung erprobt:
Modul 1 – Zwangsarbeit im ehemaligen KZ Gusen im Zuge des NS-Projektes „Bergkristall“: Die Jugendlichen erarbeiteten in Kleingruppen Fragen anhand der Biographien von Jerzy Osuchowski und Karl Littner. Beide hatten die KZ-Haft in Gusen überlebt. Aus den Biographien wurden zentrale Aspekte der KZ-Zwangsarbeit in Mind Maps visualisiert.
Modul 2 – Überblick über die vier Gruppen italienischer Zwangsarbeiter:innen, welche durch das NS-System ausgebeutet wurden, entlang der Geschichte Italiens während der NS-Zeit. Die italienischen Jugendlichen hatten Präsentationen zu ausgewählte Biographien erarbeitet. Diese umfassen italienischen Zwangsarbeiter:innen aus der NS-Zeit und von heute.
Modul 3 – Zwangsarbeit im Vernichtungslager Sobibor: Die Schüler:innen präsentierten einen historischen Überblick, welcher die Geschichte Sobibors im Rahmen des NS-besetzten Polens darstellte.
Die Module umfassen historische Überblickstexte, Biographien, Bilder und Fragen, welche sich die Schüler:innen in Gruppenarbeiten widmen sollen.
Rahmenprogramm
Die abendlichen Freizeitaktivitäten sorgten für ausgelassenen Ausgleich: Gemeinsam waren wir Spielen und Chillen im Jugendzentrum „Ann und Pat“, besuchten den Mural Harbor im Hafen Linz, gingen Kegeln und machten ein Lagerfeuer in der Burgruine Spilberg.
Internationale Netzwerke und Ausblick
Der komplett auf Englisch stattfindende Austausch stärke die Verbindung der Partnerorganisationen. Noch im Sommer diesen Jahres wird die gemeinsame Wanderausstellung fertig sein und bei drei Multiplyer-Events in den drei Partnerländern einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Brief report: Activity A3
International Youth Exchange | 8.-14. April 2024 | KA220-SCH-4340D967 / Activity A3
For one week, 37 teenagers from Poland, Italy and Austria met in Linz for a youth exchange programme. The activity took place as part of the Erasmus+ project ‘Forced Labour. Development of a travelling exhibition and accompanying pedagogical materials’. The young people learned about forced labour in violation of human rights as an integral part of the Nazi regime, as well as its local historical manifestations in Austria, Poland and Italy. Together, they visited the memorial sites of Nazi terror in Hartheim, Mauthausen and Gusen and were able to make international friends during a colourful supporting programme.
Testing the materials
The Erasmus+ project is led by the „Awareness Region Mauthausen – Gusen – St. Georgen“ and sheds light on Nazi forced labour, which is still marginalised in social memory. The partner organisations are developing a travelling exhibition that makes Nazi forced labour in Poland, Italy and Austria visible. The content of the exhibition and the accompanying educational materials were trialled during the youth exchange:
Module 1 – Forced labour in the former Gusen concentration camp as part of the Nazi project ‘Bergkristall’: the young people worked on questions in small groups based on the biographies of Jerzy Osuchowski and Karl Littner. Both had survived imprisonment in Gusen concentration camp. Key aspects of forced labour in concentration camps were visualised from the biographies in mind maps.
Module 2 – Overview of the four groups of Italian forced labourers who were exploited by the Nazi system along the history of Italy during the Nazi era. The Italian teenagers had prepared presentations on selected biographies. These include Italian forced labourers from the Nazi era and today.
Module 3 – Forced labour in the Sobibor extermination camp: The students presented a historical overview of the history of Sobibor as part of Nazi-occupied Poland.
The modules include historical overview texts, biographies, pictures and questions, which the students are asked to work on in groups.
Framework programme
The evening leisure activities provided an exuberant balance: we played and chilled together at the ‘Ann and Pat’ youth centre, visited the Mural Harbor in Linz harbour, went bowling and made a campfire in the Spilberg castle ruins.
International networks and outlook
The exchange, which took place entirely in English, strengthened the ties between the partner organisations. The joint travelling exhibition will be completed this summer and presented to the general public at three multiplyer events in the three partner countries.
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Ergebnisse